Ein längeres Rennen und eine neue Challenge, das war es was wir haben wollten, und ja beides haben wir bekommen, sowohl mein Team als auch ich. Die erste Challenge des Rennes gab es schon am späten Nachmittag vor der Abreise, als mich unser Team Rookie Max Schmidt aus
der Klinik angerufen hat und mir mitteilte, dass er bei Motoball verletzt wurde und mit einem dicken Fuß in der Klinik sitzt, schnell war klar, dass Max nicht mitkommen konnte, und so mussten wir statt mit 6 Crew Mitgliedern nur mit 5 die Reise nach Dänemark antreten.
Die Hinfahrt war extrem stressfrei, wir hatten einen Minibus als PaceCar und einen Campervan am Start, welche wir von meinem Sponsor Autohaus Wild zur Verfügung gestellt bekommen hatten. Noch am Montag habe ich dann die ersten Kilometer abgefahren, und es wurde mir sehr schnell klar,
das wird ein Auf und Ab mit jeder Menge Wind, also Wind, nicht so ein laues Lüftchen was wir hier als Wind bezeichnen. Genau das was ich erwartet hatte, dachte ich mir noch. Der Dienstag verlief relativ ruhig für mich, während die Jungs mit der Einrichtung der Autos und vor allem mit der Planung
der Schicht bschäftigt waren. Alles verlief faktisch wie fast immer, sehr strukturiert und routiniert.
Mittwoch war es dann bissl anders als gewohnt, da der Start erst um 16:04 Uhr war und wir schon um 12:00 Uhr aus der Wohnung mussten, also haben wir mehr oder weniger die Zeit etwas tot geschlagen bis zum Start.
um 16:04 Uhr ging es dann auf die Reise und es lief die ersten 200 Kilometer wie geschnitten Brot, 34 Schnitt und leichte Brise von der Seite. Dann aber bewegten wir uns auf die westliche Seite Dänemarks, und ab da war der Wind von vorne oder von der Seite mein ständiger Begleiter. Hinzu kamen
an der Westküste nicht enden wollende gerade Straßen ohne auch nur ein Dorf oder eine Kreuzung, eigentlich wie in Kansas, nur eben am Meer, und wer denkt naja Richtung Osten war dann Rückenwind, der irrt, den der WInd hatte sich bis dahin gedreht auf Südwind, also wieder von der Seite.
Es ging auf die beiden Halbinseln und die Auf und Abs wurde fast schon zu kleinen Anstiegen, permanent, auch das wie erwartet, also kein Grund zu heulen 😉 .
Ich mach es ab jetzt kurz, da es sich kaum mehr änderte bis zum Schluß, wir fuhren nach 76 Stunden brutto ins Ziel, als Erster, Mission erfüllt. Siegerehrung, naja wäre schön gewesen, dafür gabs im Ziel eine Burger, auch nett.
Dänemark abgehakt, nochmal…..extrem unwahrscheinlich 😉
